Freitag, 27. Januar 2012

# 6

Immer und immer wieder hallt es in meinem Kopf. Immer und immer wieder versuche ich die Worte, die Bilder und diese Erinnerungen aus meinem Kopf zu verbannen, zu ersticken, zu töten. Ich bin zu schwach, viel zu schwach. Hätte es dieses "Wow. Wow. Wow" doch einfach nie gegeben, hätte ich ihm doch nie "ich liebe Dich" gesagt, hätte ich doch einfach nie "Ich will dich nicht mehr" gesagt. Hätte ich doch einfach mal meine dumme Klappe gehalten, hätte ich stattdessen nur ein verficktes Mal auf mein Herz gehört, denn momentan höre ich mein Herz nicht mehr. Ich habe nur noch meinen Kopf, der mich ständig an all das Vergangene erinnert, der mich die Luft anhalten lässt, der mich diesen verdammten Schmerz fühlen lässt, der mich einfach in die Enge drängt. Ich will fliehen, doch ich kann nicht, ich kann nur davonlaufen, davonlaufen und warten, bis mich alles das nächste Mal einholt, bis ich das nächste Mal zu schwach bin, um all diesen Erinnerungen zu widerstehen, bis ich das nächste Mal in die Realität zurück geworfen werde. Ich muss rennen, rennen bis ich verstanden habe, dass es kein zweites Mal mehr geben wird, dass die Vergangenheit der Vergangenheit angehört und wenn ich bis zur Erschöpfung laufe, denn es gibt nichts schlimmeres, als an einen Menschen zu denken, bei dem du es dir selber vermasselt hast.
Und dann gibt es neben E., ja noch M., meinen Freund. Ich liebe ihn und das tue ich wirklich, nur in diesen Phasen der Erinnerung habe ich dieses ekelhafte Gefühl, ich würde ihn betrügen, ihn belügen, ihm nicht das geben, was er verdient, ich habe dieses Gefühl, dass ich nicht die Richtige für ihn bin, denn in den Momenten, in denen ich mich zurück erinner, fühle ich noch so viel Schmerz, so viel Trauer, so viel Enttäuschung in mir.
M.? Ich würde dich gerne so lieben, wie du es verdienst, ich würde dir gern jeden meiner Gedanken schenken,  ich würde dir gern meine Träume schenken und mein ganzes Vertrauen, doch so leicht es scheint, so leicht ist es nicht, ich würde gern, doch ich schaffe es nicht.

Ich bin zu schwach, zu schwach für die Liebe. Zu schwach für das Leben.

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