Donnerstag, 26. Januar 2012

# 5

Ich höre noch dein leises flüstern. "Ich liebe Dich", sagst du, du wünschst mir einen schönen Tag und so schließt sich leise die Tür hinter dir und plötzlich fühle ich mich allein, einsam, verlassen, traurig. Du bist weg und die Frage hallt in meinem Kopf: "Und sag mir, bist du bei Sonnenaufgang wieder bei mir?" Ich merke, wie Angst in mir aufsteigt, ich merke, wie ich mich vor Schmerz krümme, ich merke, wie verletzlich, wie misstrauisch, wie gemein ich bin - zu dir.Ich vertraue dir in diesem Punkt einfach nicht, jedes Mal habe ich Angst, du wirst nicht wieder kommen, wenn sich die Tür hinter dir schließt.Ich habe Angst, du wirst etwas anderes finde, habe Angst, dass du mich nicht willst - nicht mehr.
Ich habe Angst und du weißt nichts davon, denn ich will dir nicht weh tun, ich will nicht, dass du denkst, dass ich dir nicht vertraue... Ich will nicht, dass du denkst, dass ich immer nur Angst habe, denn ich will nicht mit dir streiten, ich will nicht diskutieren, ich will einfach nur bei dir sein. Bei dir, nur bei dir.
Den ganzen Tag mache ich mir diese Gedanken, irgendwann stehe ich auf, dusche - kalt, ich will diese Gedanken aus meinem Kopf bekommen, doch es nutzt nichts, ich ziehe mich an, ich esse was - doch bekomm' es nicht runter, ich gehe zur Arbeit, ich komme wieder nach Hause und warte, warte auf dich.. Irgendwann kommst du zur Tür herein und sagst: "Ich habe dich SOOO vermisst." Und schon sind meine schrecklichen Gedanken verflogen - doch ich weiß, morgen wird alles von vorn beginnen, aber bis dahin genieße ich deine Nähe, deine Liebe, deine Geborgenheit, deine Stimme, ich höre dein Herz schlagen und ich weiß, meines schlägt nur für dich.. Irgendwann schlafe ich neben Dir ein, immer wieder wache ich auf und schaue, ob du noch da bist, immer wieder schlafe ich mit einem Lächeln ein und immer wieder habe ich Angst vor dem neuen Tag.

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